Das Forschungsinstitut für biologischen Landbau, FibL, hat Studien über Mikroorganismen analysiert und kommt zum Schluss, dass verschiedene Mikroorganismen den Pflanzen zwar helfen können sowohl Phosphor als auch Stickstoff besser zu verwerten, dass die Wirkung allerdings von mehreren Faktoren abhängt. Knöllchenbakterien (in Symbiose mit der Pflanze lebende Stickstofffixierer) und freilebende Stickstofffixierer wirken z.B. am besten, wenn der Phosphorgehalt im Boden relativ hoch ist. Die sogenannten Mykorrhizapilze (Wurzelsymbiosepilze) haben ihr Optimum dagegen bei relativ tiefem P-Gehalt und grosser Trockenheit.

Auch er Humusgehalt scheint eine Rolle zu spielen: wenn er hoch ist, sinkt die Leistung der Mikroorganismen. Das liegt laut den Forscherinnen und Forschern daran, dass die grössere Vielfalt an Bodenmikroorganismen im Humus schlicht und einfach für mehr Konkurrenz sorgt. Das erschwert es den zugeführten Organismen nämlich sich zu etablieren und es ist auch nicht wirklich nötig.

Am besten wirken zugeführte Mikroorganismen in Böden die a) sehr trocken und b) eher arm an Nährstoffen sind. Also in Böden, wie wir sie in unseren Gärten möglichst gar nicht vorfinden.